Raspbian auf dem Raspberry Pi installieren

Debian-Distribution Raspbian auf dem Raspberry Pi installieren

26. Juli 2012 von Christoph | 25 Kommentare

Die speziell für den Raspi angepasste Debian-Distribution Raspbian ist für die Raspi-Community keine große Neuigkeit mehr. Die vom Raspberry-Projekt offiziell empfohlene Distro, um Linux auf dem Raspberry Pi zum Laufen zu bekommen.

Das System ist mit Raspbian deutlich schneller geworden, da es unter anderem nun auch den mathematischen Co-Prozessor des Raspberry nutzt, was das alte Debian-Image bislang noch nicht tat. Bei mathematischen Berechnungen kann der Raspberry Pi mit Raspbian nun bis zu 10x schneller sein arbeiten. Darüber hinaus setzt der Raspbian-Kernel nun auch speziell auf die ARM-v6-Architektur des Pi optimierte Funktionen ein.

Das Konfigurations-Tool erleichter die Einrichtung des Systems deutlich.

Was aber in meinen Augen viel wichtiger ist, dass sich Raspbian dank dem Konfigurations-Tool “raspi-config” nun auch wesentlich leichter aufsetzen lässt und auch sonst sind viele Problemchen aus dem Weg geräumt wurden, die bislang das Gesamtbild von Debian auf dem Raspberry Pi ein kleines bisschen störten.

Mit dabei ist natürlich nach wie vor LXDE als leichter Desktop, zum Browsen kommt bei Raspbian der schlanke Midori-Browser zum Einsatz. Das macht zwar den Raspi immer noch zu keinen vollwertigen Desktop-Ersatz (dafür ist er Raspi einfach zu schwach), doch es ist ziemlich erstaundlich wie viel Performance man der lüfterlosen Platine entlocken kann.

(Direktlink zu YouTube)

Besonders praktisch aus raspi-config ist die Möglichkeit die Partitionierung der Speicherkarte zu ändern, ohne dass man sich groß Abmühen müsste. Einfach das Tool starten und “expand_rootfs” auswählen, und schon schnappt sich Raspbian den kompletten zur Verfügung stehenden Speicherplatz. Ebenso muss man nicht mehr aufwändig die Tastatur auf ein deutsches Layout umstellen, das macht das Tool weitestgehend automatisch.

Die Installation von Raspbian erfolgt praktisch identisch wie beim ursprünglichen. Ihr müsst nur das Image runterladen, entpacken und dann auf die Speicherkarte packen (of=/dev/sdX bitte an euer System anpassen und dabei aufpassen keine Festplatte zu erwischen).

$ unzip 2012-07-15-wheezy-raspbian.zip
$ sudo dd if=2012-07-15-wheezy-raspbian.img of=/dev/sdX bs=1M

beispiel:
$ sudo dd if=2012-07-15-wheezy-raspbian.img of=/dev/sdd bs=1M

Den Rest bzgl. Tastaturbelegung, Systemsprache, Partitionierung der Speicherkarte und Start der Desktopumgebung bzw. des SSH-Servers übernimmt wie angesprochen das neue Tool raspi-config, das ihr auch nach Beendigung der Installation mit dem gleichnamigen Befehl auch noch von Hand aufrufen könnt.

Bevor ihr gleich mit Raspbian startet, möchte ich euch auch noch kurz auf die inoffiziellenDerivate von Raspbian aufmerksam machen. Ihr findet bei diesen Alternativen wie zum Beispiel dem Pisces-Raspbian-Image von Mike Thompson weiter aufgebohrte Raspbian, die schon gleich weitere Software-Pakete dabei haben, vielleicht ist das ja was für euch.

Das Pibow-Case für den Raspberry Pi.

Wer übrigens noch auf der Suche nach einem netten Case ist, der sollte sich mal das Pibowgetaufte Gehäuse ansehen. Für etwa 20 Euro (Teile des Gewinns werden gespendet) bekommt ihr es aus England nach Deutschland geschickt. Ordentlich finde ich allerdings auch nach wie vor das mir genutzte Acrylglas-Gehäuse von John Alexander aus der Shropshire Linux User Group. Es ist zwar nicht ganz so bunt wie das Pibow, allerdings ist auch in ihm der Raspi sicher verpackt.

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Artikel von Christoph Langner leicht überarbeitet

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